Bibliotheksumzug 2009

Oktober 16, 2008

Hallo Bibliotheksbenutzerinnen und Bibliotheksnutzer!

Die (neue) Hochschulbibliothek – ein Weg, der sich lohnt?!

Ihre Meinung ist gefragt!

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Offener Brief der Studierenden (FES) an die Hochschulleitung

Oktober 30, 2008

Hallo,

der folgende Brief hängt auch am Schwarzen Brett der Studierendenvertretungen 1 bzw. 5 in der FES. Er wartet dort auf eure Unterschriften!

Mit studentischen Grüßen

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Sehr geehrte Hochschulleitung,

sehr geehrter Herr Prof. Dr.-Ing. Johannes Vielhaber.

Die Studierendenschaft am Standort Alter Markt der Fachhochschule Potsdam protestiert gegen den in der jetzigen Form geplanten Umzug der Bibliothek im Frühjahr 2009!

Die Bibliothek ist der zentrale Ort für die Arbeit der Studenten und Lehrenden und damit dringend erforderlich, denn die Qualität der Lehre steht und fällt mit ihr. Den selbstständigen Erwerb der Literatur, oder die Beschaffung aus entfernten Bibliotheken, können wir aufgrund finanzieller Belastungen nicht leisten.

Gegenwärtig stehen wir vor folgenden Problemen:

  1. Die Studierenden der Fachbereiche 1 und 5, deren benötigter Medienbestand 65 % des Gesamtbestandes ausmachen und die diesen am stärksten nutzen, sind täglich auf den schnellen und flexiblen Zugang zu Informationen angewiesen.
  2. Studierende, die vor ihrer Abschlussarbeit stehen, können einen 4-wöchigen Ausfall der Bibliothek in keinster Weise kompensieren. Erst recht nicht wenn es, wie die Erfahrung zeigt, zu Verzögerungen beim Umzug kommt. Es existieren keine (Ausnahme-)Regelungen für die angehenden Absolventen.
  3. Es ist nicht akzeptabel, für kurze Blicke in wichtige Literatur erhöhten Zeitaufwand einzuplanen. Es besteht die Gefahr, dass die Bibliothek nicht angenommen wird!
  4. Es gibt noch kein Nutzungskonzept für das neue Gebäude, welches die Studenten intensiv mit einbezieht. So wird nicht deutlich, ob, wie und von wem die Hörsäle und Seminarräume genutzt werden.
  5. Die Bibliothek ist aus personellen, aber vor allem finanziellen Gründen nicht in der Lage einen Service aufrecht zu erhalten, der einer Zwischenlösung über den bisher immer noch unbestimmten Zeitraum hinweg gerecht wird.
  6. Mit dem Umzug der Bibliothek entsteht für die Studierenden der Eindruck, isoliert vom Campus zu sein. Diesen Zustand für mindestens 3-5 Jahre aufrecht zu erhalten, ohne Ersatzlösungen bereit zu stellen, ist nicht haltbar. Die Attraktivität des Studienort FHP wird darunter leiden!
  7. Die Kommunikation all dieser Probleme wurde nur innerhalb einiger Gremien, aber nie mit den Studierenden selbst geführt.

Es ist aus unserer Sicht unverständlich, dass es trotz Gremienentscheidungen und einem Planungsaufwand von mehr 10 Jahren nicht realisierbar war/ist, einen gemeinsamen Umzug zu ermöglichen, durch den solche Probleme erst gar nicht aufgetreten wären.

Eine Schuldfrage können und wollen wir an dieser Stelle nicht stellen! Stattdessen wünschen wir konstruktive Lösungen und fordern daher Folgendes:

  1. Eine von studentischen Hilfskräften geführte Handbibliothek mit Präsenzbestand am Standort Friedrich-Ebert-Straße. Diese muss eine Grundversorgung an Literatur, Recherchearbeitsplätze und Datenbanken bieten. Die Studenten benötigen auch einen geeigneten Raum für ihre schriftlichen Ausarbeitungen. Aus diesem Grund müssen Gelder bereitgestellt werden um Hilfskräfte zu beschäftigen und die notwendige Literatur an beiden Standorten bereitzustellen.
  2. Mindestens einen festen Tag in der Woche für jeden Studenten, an dem Lehrveranstaltungen für die Fachbereiche 1 und 5 an der Pappelallee stattfinden. Hierzu muss innerhalb eines Nutzungskonzepts die prozentuale Nutzungszeit der Seminarräume und Hörsäle des Neubaus für die Fachbereiche 1 und 5 verbindlich festgelegt werden. Nur dadurch ist gewährleistet, dass die neue Bibliothek (mit all ihren Vorteilen) auch angenommen wird.
  3. Finanzielle und politische Unterstützung für die Bibliothek, um digitale Handapparate und den Erwerb von E-Books zu ermöglichen. Es ist an Hochschulen mit verteilten Standorten längst gängige Praxis einen ortsunabhängigen Zugang zur Literatur zu ermöglichen. Die dafür notwendige Hard- und Software ist vorhanden, es mangelt allein an Arbeitskräften.
  4. Feste Zeiten und Ausnahmeregelungen für die Verlängerungen der Schreibphase für Diplom- und Bachelorarbeiten. Für den zur Zeit noch unklaren Zeitpunkt und Zeitraum des Bibliotheksumzuges, bzw. ihrer Schließung.

Das Interesse der Fachhochschule, auch zukünftig zahlreiche und erfolgreiche Absolventen zu haben, sollte Grund genug sein, derartige Verschlechterungen der Studienbedingungen bzw. der Forschung und Lehre zu vermeiden. Ohne die genannten Forderungen umzusetzen, würde jedoch eine drastische Verschlechterung der Studienbedingungen eintreten.

Die Studierendenvertretung(en) streben Lösungen an, die für alle Fachbereiche, den Lehrkörper, die Bibliothek und die Hochschulleitung tragbar sind. Wir sind durchaus in der Lage Unterstützung für die aus unserer Sicht benötigten Hilfskräfte anzubieten. Sollten unsere Forderungen nicht einbezogen werden, sehen wir uns in der Pflicht, geeignete Maßnahmen und Aktionen durchzuführen, die deutlich machen, dass die hier repräsentierte Problemsicht inkl. Forderungen von der Mehrzahl der Studenten in der FES getragen wird.

Studierendenvertretung FB 5

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Wie steht ihr zu dieser Petition?

Nachfolgend noch eine Umfrage:

Zur Abstimmung!
( surveys)